seuchomat.org

Sport ist kein Mord


Wie einige andere versuche ich nun, weniger auf sozialen Netzwerken zu posten und dafür mehr meinen eigenen Blog mit (zumindest für mich) sinnvolleren, wenn auch ab und zu kurzen Inhalten zu befüllen.
Heute soll es um mein zehnjähriges Jubiläum in der IT, also in Schreibtischjobs gehen.

Vor zehn Jahren dachte ich noch, es wäre das Nonplusultra und eine absolute Traumvorstellung, den ganzen Tag vor dem Rechner zu sitzen, am Besten noch in einem verdunkelten Zimmer und viel zu programmieren.
Um ehrlich zu sein, bin ich vermutlich nur nicht dick und krank geworden, weil ich mich regelmässig bewege und einen Spaziergang einer Autofahrt zu jeder Zeit vorziehe.

Zehn Jahre später kann ich nur sagen, dass es mir gesundheitlich eigentlich ausschließlich schlecht getan hat, den ganzen Tag zu sitzen. Einen Stehschreibtisch habe ich nicht und könnte ich auch nicht einbauen. Meine Augen sind deutlich schlechter geworden, mein Rücken schmerzt des Öfteren. Ich hasse es mittlerweile, wenn die Rolladen im Büro unten gelassen werden und ich mich nicht zwischendurch bewegen kann. Durch diese Büroatmosphäre, das reine Abarbeiten, entsteht ein Trott, der mich dazu bringt, eher zu Fast Food und Tiefkühlgerichten zu greifen statt gesund und frisch zu kochen, gerne auch japanisch. Zum Leidwesen anderer und um meinen Bewegungsdrang zu stillen, führe ich aus dem Nichts heraus Kata aus und übe die Bewegungsabläufe meines Karatestils. Mal schnell, mal langsam. Ich empfinde nichts als angenehmer und Laune steigernder, endlich aufstehen zu und frische Luft genießen zu können.

Zehn Jahre später kann ich nur jedem empfehlen, sich nicht der Bequemlichkeit halber den ganzen Tag in ein Büro zu verziehen und sein eigenes Wohlbefinden zu ignorieren, sondern auf die Signale des eigenen Körpers zu hören und dann die Notbremse zu ziehen, wenn es angebracht erscheint - und vermutlich tut es das, wenn man sich nicht selbst ignoriert, sehr schnell. Menschen sind nicht dafür gemacht, den ganzen Tag zu sitzen.